Wir begrüßen Sie auf der Internetpräsenz der
Sächsischen Numismatischen Gesellschaft e.V.
Auf den folgenden Seiten können Sie sich umfassend über unseren Verein und Neues aus dem Bereich der sächsischen Numismatik informieren.
Am 20.06.2026 fand bei sommerlichen Temperaturen zwischen 18 Uhr und 24 Uhr im großen Schlosshof zum 27. Mal die beliebte Museumsnacht in Dresden statt. Die SNG präsentierte sich in dieser Nacht mit einem Infostand im Schlosshof und bot das eigenhändige Prägen einer Erinnerungsmedaille aus Kaiserzinn als besonderes Highlight an. Angelockt durch das ungewohnte Geräusch des aufprallenden Hammers auf den Prägestempel wurde dieses Angebot von allen Altersklassen unter fachkundiger Anleitung des Vorstands der SNG genutzt.
Die Hammerprägung ist ein Münzherstellungsverfahren, das vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert weit verbreitet war. Es erfordert etwas Geschick und körperliche Kraft. Dadurch wird jedes einzelne Stück zu einem Unikat.
Roger Paul beim Erklären des Prägevorganges Heiko Ziesch im Gespräch mit Besuchern
Frank Marklowsky am Steigbügelriemen
Gravur Avers: 1. Dresdner Medaillenmünze
Gravur Revers: Franz Kratochwil, Stolpen
Durchmesser: 23 mm
Material: Kaiserzinn
Auflage: max.300 Stück
Herausgeber: Münzkabinett Dresden,
Sächsische Numismatische Gesellschaft e.V.
Prägeart: Hammerprägung
Die nächste Tagung des Arbeitskreises für Sächsische Münzkunde findet am
29. August 2026 (Münzkabinett Dresden, Georgenbau des Dresdner Schlosses) statt.
Das endgültige Programm wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Allerdings soll schon ein kleiner Einblick in ausgewählte Inhalte der Tagung gegeben werden. So wird nach der Vorstellung der Neuzugänge des Münzkabinetts in einem Vortrag aus dem Bereich Archäologie der Fund einer keltischen Goldmünze in Gundorf (b. Leipzig) besprochen und in den zeitlichen Kontext eingeordnet. Ein Vortrag aus der Mittelalternumismatik behandelt die Zuordnung eines Brakteaten an Heinrich II. von Wettin bzw. Heinrich von Groitzsch. Weiter enthält das Programm die Vorstellung eines Groschenfundes mit Judenkopfgroschen aus der Mark Brandenburg sowie die Darstellung hoch repräsentativer Barockmedaillen aus der Serie Histoire metallique [sog. `geprägte Geschichte`] Friedrich Augusts II. und des III. Ein weiterer Vortrag sowie die Vorstellung neuer Literatur runden das Programm ab.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Jens Reuther und Dr. Thomas Arnold